Wussten Sie, dass...

rund 97 Prozent aller Wirbeltiere (Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere) heute unter der Herrschaft des Menschen stehen? Nur mehr drei Prozent der Wirbeltiere sind wild, d. h. frei lebende Tiere. Der große Rest sind Nutztiere zur "Fleischproduktion", Versuchstiere, Zootiere oder Haustiere. Die Landwirtschaft ist daher ein Schlüsselfaktor, wenn es um die Reduzierung von Tierleid geht. In unserem Blog möchten wir Ihnen "Best Practice"-Beispiele, neue Perspektiven und Denkanstöße zu dieser Thematik liefern. 

Ist das Idyll, das das Bild "Christus, der gute Hirte" aus der Schule des Barockmalers Martin Johann Schmidt ("Kremser Schmidt") zeichnet, nur naiv oder nimmt es ein notwendiges Umdenken vorweg? Für den französischen Anthropologen Philippe Descola ist jedenfalls klar: "Die Frage nach dem Verhältnis des Menschen zur Natur ist wahrscheinlich die wichtigste des gegenwärtigen Jahrhunderts."

AM ANFANG WAR DIE ÖKOLOGIE

Warum verbietet das Alte Testament den Verzehr von Schweinefleisch? Wieso galten Frösche den alten Israeliten als „abscheulich“? Welche Bedeutung haben die Reinheitsgebote in den fünf Büchern Mose? Die Theologie sieht diese strengen Regeln vor allem als Stärkung des Bundes zwischen Gott, dem Volk Israel, und der Gemeinschaft der Gläubigen. Der Biologe Aloys Paul Hüttermann vermutet jedoch eine andere Motivation hinter diesen Anweisungen. Für den mittlerweile emeritierten Göttinger Professor für Forstbotanik und Technische Mykologie ist die Bibel das erste ökologische Handbuch der Welt – eine detaillierte Anleitung für nachhaltiges Wirtschaften.

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"BUEN VIVIR" ODER DAS GUTE LEBEN...

In Zeiten, in denen unser Planet und unsere Mitgeschöpfe wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte strapaziert werden und die Folgen dieser Ausbeutung immer deutlicher sichtbar werden, erkennen mehr und mehr Menschen, dass unsere heutige Konsumgesellschaft in eine Sackgasse mündet. Der Blick wendet sich auf indigene Völker und deren Wirtschafts- & Lebensweise. In früheren Jahrhunderten kolonialisiert und in Folge zwangsmissioniert, sieht die Kirche im kulturellen Erbe der indigenen Völker Lateinamerikas heute einen Schatz, den es zu bewahren gilt.

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SCHWEIN GEHABT!?

Die Schweine der Brüder Thomas und Andreas Hubmann, Bauern aus Gerersdorf bei St. Pölten, kennen kennen keine Vollspaltenböden, dafür aber viel Licht, Frischluft und genug Schlamm zum Wälzen – denn Hubmanns Schweine leben sommers wie winters auf einer dicken Strohschicht im Freien! - Ein Vorzeigemodell, wie Vollspaltenbodenhaltung (oder das kaum bessere "Nachfolgemodell" mit geringfügig weniger Spalten) beendet werden könnte? Der relativ geringe Kostenaufwand für diese Art der Haltung scheint manchen aus der Agrarlobby ein Dorn im Auge zu sein. So werden Behörden nicht müde, den Bauern Verwaltungsstrafverfahren aufzubrummen. Aktuell droht (wieder einmal) eine Zwangsräumung. Das Hauptargument der Gegner: Die Schweine könnten das Grundwasser verseuchen.

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