Hitze und Dürre haben Europa fest im Griff. Waldbrände toben, Missernten stehen bevor. Die Klimakrise lässt sich kaum mehr leugnen. Keinen geringen Anteil an klimaschädlichen Emissionen hat dabei die industrialisierte Landwirtschaft. Das in der Massentierhaltung entstehende Methan ist sogar 25 mal klimaschädlicher als CO2. wwf.de

Regenwald wird abgeholzt, um großflächigen Sojaplantagen Platz zu machen, anstatt der indigenen Bevölkerung Nahrung zu bieten. Importiertes Soja wird an unsere Schweine in meist artwidriger Massentierhaltung verfüttert. Diese ist eine Brutstätte für Zoonosen. (Fast alle Seuchen der letzten Jahrzehnte waren zoonotischen Ursprungs.)

Als Österreicherinnen & Österreicher zählen wir im europäischen Vergleich zum Spitzenfeld in Sachen Fleischkonsum und erreichen fast US-„Niveau“. Die durch Massentierhaltung jährlich anfallenden tausenden Tonnen an Gülle werden auf unseren Feldern ausgebracht, verunreinigen Gewässer und Grundwasser mit Nitrat. Das in unserem Leitungswasser enthaltene Nitrat wandelt sich im Körper in krebserregendes Nitrit.

Alles ist mit allem verbunden, urteilt Papst Franziskus sehr treffend in seiner epochalen Umweltenzyklika „Laudato si´“. Oder mit Pythagoras gesprochen: Alles, was der Mensch den Tieren antut, fällt wieder auf den Menschen zurück.

Tierethik darf weder ein „Luxusthema“ unseres Glaubens bleiben, noch isoliert betrachtet werden, berührt sie doch unsere fundamentalsten Lebensinteressen.

"Jegliche Grausamkeit gegenüber irgendeinem Geschöpf widerspricht der Würde des Menschen. Wir können uns nicht als große Liebende betrachten, wenn wir irgendeinen Teil der Wirklichkeit aus unseren Interessen ausschießen. Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind drei absolut miteinander verbundene Themen, die nicht getrennt und einzeln behandelt werden können..." 

Papst Franziskus: Enzyklika "Laudato si´", Nr. 92

 

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